Dienstag, 18. März 2008

Tibet und die 'Volksbefreiungsarmee'



17. 3. - 24. 3. in der Matrix des Tierkreises

und der Königskonjunktionen der vier Elemente

Feuer, Erde, Luft und Wasser

aus den Jahren

1603, 1802, 1980 und 1305

Das natürliche Jahr auf der Nordhalbkugel geht zu Ende. Donnerstagfrüh, Weltzeit 5:48, MEZ 6:48, wandert die Sonne über den Äquator und der Frühling beginnt mit einem Sonnenstand von 0° Widder.

Leider wiederholen zum Jahresabschluß die Katastrophe in Tibet und die Ausschreitungen von serbischen Fanatikern im Nord- Kosovo die Erfahrung vom Ende September letzten Jahres. Am Montag den 24. 9.2007 schrieb ich:

„Zweite Woche Mars/Quadrat Sonne/Opposition Pluto. Die Katastrophe, die der Seltenheit und Geladenheit der momentanen Konstellation entspricht, ist bislang ausgeblieben.“

Zwei Tage später, wie wir wissen, kam in Birma der blutige Eingriff des Militärs.

In Tibet begannen vor einer Woche aus Anlass des 49. Jahrestages des Aufstandes der Tibeter gegen die Chinesische Besatzung die Gedächtnis - Demonstrationen, welche nun nach leider bekanntem Muster zusammengeschlagen und zusammengeschossen worden sind. Verhaftungen und totale Abriegelung des Landes kennzeichnen im Moment die Lage.

Die Konstellation Mars/Pluto hat ihren Annalen weitere traurige Seiten hinzugefügt. Für mich auffällig: in beiden Fällen, Birma und Tibet brach die Gewalt erst nach dem Maximum der Konstellation aus. In Birma Pluto= 26,4° Schütze, Mars 28,8° Zwillinge, in Tibet Pluto 1,1° Steinbock, Mars 2° Krebs.

Dennoch kann man, auch wenn die Parallelität der Konstellation vom September/Birma und März/Tibet augenfällig ist, zwar immer, vielleicht manchmal mit einem Augenzwinkern, sagen: „Überzeugungstäter unterwegs“, aber „bei Mars/Pluto wird immer Blut fließen“ kann man wiederum nicht sagen, es stimmt nicht. So verliefen z.B. die letzten Mars/Pluto - Konstellationen 2006 im April, August/September und Januar/2007 ohne auffällige Ereignisse, zumindest im Weltmaßstab. Es bleibt halt dabei: Wenn es geregnet hat, war immer eine Wolke da, aber nicht aus jeder Wolke regnet es.

Bevor ich begann, die astrologisch wahrnehmenden Werkzeuge auf Sonne, Mond und Mitplaneten zu richten und unaufhörlichen Kreisläufen in zehn Frequenzen zwölffachen Sinn zu entnehmen - denn Sonne, Mond und Planeten sind zusammen Zehn – uns nicht mitgezählt, weil auf uns bezogen - Tageshäuser und Tierkreiszeichen aber sind zwölf.

Bevor ich also begann, diese uralte physische und zugleich symbolische Anschauungskunst als analphabetischer Schüler der Astrologie zu lernen und in Gebrauch zu nehmen, war ich selber auf den typischen Wegen des Pluto unterwegs.

Pluto und Uranus in uns haben das gemein, dass sie Egoismus und Eigennutz schwer ertragen. Zu allen Zeiten entsteigen dem Skorpion und dem Wassermann die Helden. Den Helden der Starken treten zu allen Zeiten die Helden der Schwachen entgegen – den Helden des Bestehenden die Helden des immer ändernden Menschen – dem Pluto der Uranus. Wenn beide sich verbinden, was sie 1962 – 1969 taten, dann heißt der Kampfruf, der allen Zynikern und Satten entgegenhallt: „Hoch die internationale Solidarität !“

1970 habe ich die revolutionäre Bauernarmee, welche die chinesische Rote Armee einmal war, geliebt …

Die täglichen Lügen, all die verhüllte, lauernde Gemeinheit zu Hause, in der Schulklasse, in der Berufstretmühle, die allernächsten und die weltweiten Zustände hatten mein Uranus und Pluto Jahrgang 1942 so satt und der Vietnam-Krieg hatte mir das naive Bild des Befreiers versaut …

Und Mao schien weiser als Stalin, er erinnerte an Lenins Grundsatz - Dialektischer Materialismus – dass allem, was existiert, ein zugehöriger Widerspruch entgegensteht –

„Antagonismus und Widerspruch sind durchaus nicht dasselbe Das erstere verschwindet, das zweite bleibt im Sozialismus.“ (Mao Tse-Tung, Über den Widerspruch).

Das verhieß: Gerechte Gesellschaft mit Spielraum für Widersprüche, Kommunismus ohne Stalinismus, freies Denken und Ausweg aus der „Entfremdung“ (Marx), Arbeiter und Bauern aller Länder vereinigt Euch! Nieder mit der weltweiten Herrschaft von Wall Street und Pentagon!

Also Verzicht auf Anstellung als Lehrer, Arbeit als Schauermann im Hafen, Lernen von der Pike auf guter Arbeiter zu werden, so gut es geht als Vorbild den Kommunisten zu geben ohne viel Blah, Blah.

Nach Feierabend Zellensitzungen, Komiteesitzungen, Artikelschreiben, Plakatieren usw. - zehn Jahre.

Meinem Pluto und meinem Uranus taugte das. Aber im Laufe der Jahre begann sich mehr und mehr zu zeigen, dass die, besser wir Genossen alle Keime und Viren des „Normalen“ in die revolutionäre Organisation hineingeschleppt hatten. Wie sollte es auch anders sein. Und wenn zwei, drei Leitungsgenossen zuweilen ein wenig menschliche und intellektuelle Weisheit an den Tag legten angesichts zu überbrückender Widersprüche, so waren doch gleich auf den Leitungsebenen darunter Schwarzweißdenken und Schematismus quälend unübersehbar – so dass schließlich der Ketzergedanke aufstieg: Wehe, wenn sie Macht bekämen! - das „Wir“ war mir abhanden gekommen. Pluto und Uranus in mir waren heimatlos geworden.

Aber meine Sonne hat es gefreut. (Dem Erdschaf habe ich das kürzlich erzählt, wie es weiterging.)

Aktuell nun also, erleben wir die „Volksbefreiungsarmee“ als Unterdrückerin eines nichtchinesischen Volkes und seiner Kultur.

Und Saturn, Erhalter des Bestehenden, konfrontiert eine zweite Woche Venus und Merkur; und die angemaßten Zentralgewalten dieser Welt erhalten Anlass, eigenbürtiges Leben an den Peripherien zu beschneiden.

Dass Sonne in dieser Woche nun ins Quadrat zu Pluto tritt und zum abziehenden Mars, und dass diese Stellung als Äquinoctium der Nordhalbkugel quasi „stehen bleibt“ erscheint mir auch nicht sonderlich tröstlich.

Aber darüber in zwei Tagen.

Gespeichert UTC 12:42, gepostet: 13:08.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen